Magie in Potsdam

Magie in Potsdam

Für mich war heute ein ganz besonderer Tag. Eine Grundschullehrerin der Goethe-Grundschule in Potsdam hatte mich eingeladen, in ihrer Klasse aus MAGIE HOCH ZWEI vorzulesen. Sie hatte die Einladungskarten zur Lesung bei Blumen-Sühr am Schwarzen Brett in ihrer Schule gesehen und mich angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte, das Buch auch bei ihnen vorzustellen. Natürlich hatte ich dazu Lust, wir haben einen Termin ausgemacht, und ich habe angefangen mir zu überlegen, welche Kapitel ich vorlesen sollte. Das war die erste Lesung bei der ich wusste, dass nur Kinder im gleichen Alter wie meine Heldinnen da sein würden. Eine erste Lesung, bei der ich niemanden kennen würde. Eine Lesung ohne „Event-Charakter“, ohne professionelle Schauspielerin, ohne Kekse, ohne Gummibärchen und ohne Apfelsaft für Kinder und Prosecco für Eltern. Wo es nur um die Geschichte gehen würde. Ob sie den Kindern gefallen würde? Ich habe ihre Lehrerin gefragt, wie lange sie wohl durchhalten würden? Zuhören ist gar nicht so einfach, auch wenn die meisten Kinder darin sehr viel besser sind als wir Erwachsenen. Zwanzig Minuten würden sie locker schaffen, meinte ihre Lehrerin. Also habe ich mich vorbereitet, zwei Kapitel ausgesucht, die zusammen etwas länger als 20 Minuten waren. Ein paar Minuten Unruhe in der Klasse würde ich schon aushalten, dachte ich. Meinen Computer hatte ich auch dabei, um ihnen den You-Tube-Film zu zeigen, wie das Buch gedruckt wird. Film schauen geht immer, oder? Und als letzes Ass im Ärmel hatte ich noch zwei Bücher mit Fehldruck und ein Taschenmesser, dabei um damit die Bücher zu zerlegen und ihnen zu zeigen, wie die Buchdecke aussieht und der Rücken und wie es sich aus einzelnen, zusammengenähten Signaturen zusammensetzt. Damit würde man 45 Schulstunden-Minuten füllen können, habe ich gehofft.
Und dann war der Tag gekommen, ich habe mich vorgestellt und habe ich angefangen zu lesen, und die Kinder haben zugehört. „Lies bloß was Lustiges“, hatte eine Freundin mir empfohlen. Mein erstes Kapitel war traurig, und trotzdem habe ich gemerkt, wie die Kinder zuhören und mitgehen. Das zweite Kapitel war lustig und als ich nach 25 Minuten gefragt habe, ob sie noch ein drittes Kapitel hören wollen oder lieber einen kleinen Film anschauen wollen, haben alle gesagt, dass ich weiterlesen soll. Für mich war das ein wunderschöner Moment. Zu merken, dass es ihnen Spaß macht zuzuhören und dass sie wissen wollen, wie es weitergeht.
Ein bisschen ein Event wurde es hinterher dann doch noch, als ein Kind auf die Idee gekommen ist, dass ich ihre Lesezeichen signieren soll. Das wollten dann natürlich alle. Und ihre signierten Lesezeichen haben sie sich dann in die Bücher gesteckt, die sie gerade gelesen haben. Fast alle hatten eigene Bücher dabei. Was für eine Klasse! Kompliment an Schule, Eltern, Lehrer und diese tolle Kinder.

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